Ganzheitliche Begleitung in der Phase der Familienplanung



Die Zeit des Kinderwunsches ist eine ganz besondere Phase im Leben. Aus osteopathischer Sicht ist ein harmonisches Zusammenspiel von Struktur, Organfunktion und Nervensystem eine wichtige Basis für das allgemeine Wohlbefinden.
Im Rahmen der Osteopathie betrachte ich daher nicht nur Symptome, sondern das gesamte System. Eine Behandlung kann hierbei an verschiedenen Ebenen ansetzen:

  • Mobilität der Beckenorgane: Sanfte Techniken zielen darauf ab, die Beweglichkeit und Elastizität des Gewebes rund um Gebärmutter, Eierstöcke und Blase zu unterstützen.
  • Spannungsausgleich im Nervensystem: Stress und emotionale Belastungen können sich im Körper widerspiegeln. Die Behandlung versucht, das vegetative Nervensystem zu harmonisieren und für Entlastung zu sorgen.
  • Zirkulation: Die Optimierung des lokalen Blut- und Lymphflusses im kleinen Becken soll die Gewebetrophik (Versorgung) fördern.

Wichtiger rechtlicher Hinweis: Die Osteopathie versteht sich als komplementäre (ergänzende) Methode. Ein Erfolg oder das Erreichen einer Schwangerschaft kann und darf nicht versprochen werden, da die Wirksamkeit der Osteopathie im Bereich der Fruchtbarkeit wissenschaftlich nicht vollumfänglich nachgewiesen ist. Eine osteopathische Begleitung ersetzt keinesfalls die fachärztliche Abklärung in der Gynäkologie oder einem Kinderwunschzentrum.

Schwangerschaft & Wochenbett
 
Die Schwangerschaft bringt tiefgreifende körperliche und hormonelle Veränderungen mit sich. Die osteopathische Begleitung möchte den Körper in dieser besonderen Phase auf sanfte Weise dabei unterstützen, sich an die veränderten Statik- und Druckverhältnisse anzupassen.
Mögliche Anwendungsbereiche aus Sicht der Osteopathie:
 
  • Begleitung bei schwangerschaftstypischen Beschwerden: Das Ziel der Behandlung ist der Ausgleich von myofaszialen Spannungen, die unter anderem im Rahmen von Rückenschmerzen oder Beckenbeschwerden in der Schwangerschaft auftreten können.
  • Funktionelle Vorbereitung auf die Geburt: Durch sanfte Mobilisation soll die bestmögliche Beweglichkeit des Beckens und des umliegenden Gewebes gefördert werden.
  • Entlastung des Beckenbodens: Unterstützung der Strukturen bei zunehmender statischer Belastung.
  • Regeneration im Wochenbett: Begleitung des Körpers bei Rückbildungsprozessen und der Neuausrichtung der Statik nach der Geburt.
 
Hinweis nach dem Heilmittelwerbegesetz (HWG): Die Osteopathie ist eine Methode der Komplementärmedizin. Die genannten Anwendungsbereiche beruhen auf den Erfahrungswerten der osteopathischen Praxis. Ein lindernder oder heilender Erfolg ist wissenschaftlich nicht vollumfänglich belegt und kann nicht garantiert werden. Die osteopathische Behandlung ersetzt nicht die reguläre Schwangerschaftsvorsorge durch Ihren Gynäkologen oder Ihre Hebamme.
 
Endometriose & chronische Beschwerden
 
Endometriose ist eine komplexe Erkrankung, die für die Betroffenen häufig mit starken Schmerzen und funktionellen Einschränkungen im Alltag verbunden ist. Die Osteopathie versteht sich hier als ein begleitendes und komplementäres Angebot zur schulmedizinischen Betreuung.
Aus osteopathischer Sicht richten wir den Blick auf die Beweglichkeit und das Zusammenspiel der Gewebestrukturen im gesamten Körper. Eine osteopathische Begleitung kann an folgenden funktionellen Schwerpunkten ansetzen:
 
  • Unterstützung bei chronischen Beschwerden: Das Ziel der Behandlung ist die Reduzierung von Gewebespannungen, wie sie unter anderem im Rahmen von chronischen Unterbauchschmerzen oder zyklusabhängigen Schmerzen auftreten können.
  • Arbeit am Fasziensystem: Sanfte osteopathische Techniken versuchen, die Elastizität des Gewebes zu fördern und funktionelle Einschränkungen durch Verklebungen oder Verwachsungen (z. B. nach operativen Eingriffen) positiv zu beeinflussen.
  • Regulation der Organfunktion: Die Mobilisation der inneren Organe zielt darauf ab, die physiologische Mobilität zu unterstützen, was sich unter anderem bei begleitenden Verdauungsbeschwerden als sinnvoll erweisen kann.
  • Förderung der Durchblutung: Die Optimierung des lokalen Blut- und Lymphflusses soll zu einer verbesserten Gewebetrophik im kleinen Becken beitragen.
 
Hinweis nach dem Heilmittelwerbegesetz (HWG): Die Endometriose ist eine Erkrankung, die zwingend in fachärztliche Betreuung gehört. Die Osteopathie ist wissenschaftlich und schulmedizinisch nicht als wirksame Therapie zur Heilung oder ursächlichen Behandlung der Endometriose anerkannt. Die beschriebenen Ansätze basieren auf den Erfahrungswerten der osteopathischen Medizin. Ein Erfolg oder eine Linderung der Schmerzen kann nicht garantiert werden.
 
Pelvic Pain & Dyspareunie
 
Chronische Beckenschmerzen (Pelvic Pain) und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) sind für die Betroffenen oft stark belastend. Da diese Beschwerdebilder meist multifaktoriell bedingt sind, setzt die Osteopathie an einem ganzheitlichen und funktionellen Ansatz an.
Die osteopathische Begleitung versteht sich hierbei als komplementäre (ergänzende) Maßnahme zur fachärztlichen Diagnostik und Therapie.
 
Mögliche osteopathische Schwerpunkte im Rahmen der Begleitung:
 
  • Spannungsausgleich im Beckenboden: Sanfte Techniken zielen darauf ab, myofasziale und muskuläre Spannungszustände oder Geweberestriktionen im Bereich des Beckenbodens zu erspüren und zu regulieren.
  • Viszerale Mobilität: Die Mobilisation der inneren Organe versucht, die funktionelle Beweglichkeit der Strukturen im kleinen Becken zu unterstützen und Verklebungen positiv zu beeinflussen.
  • Entlastung nervaler Strukturen: Das Augenmerk liegt hierbei auf der Reduzierung von Gewebedruck, der potenziell zu nervalen Irritationen im Beckenbereich beitragen kann.
  • Ganzheitliche Statik: Untersuchung und Ausgleich von funktionellen Dysbalancen im gesamten Körper (z. B. der Wirbelsäule oder des Zwerchfells), die in Wechselwirkung mit dem Becken stehen können.
 
Hinweis nach dem Heilmittelwerbegesetz (HWG): Chronische Beckenschmerzen und Dyspareunie erfordern immer eine vorherige, sorgfältige medizinische Abklärung durch einen Facharzt (Gynäkologie/Urologie). Die Osteopathie ist eine Methode der Erfahrungsmedizin und wissenschaftlich bzw. schulmedizinisch nicht vollumfänglich anerkannt. Die beschriebenen Ansätze stellen kein Heil- oder Linderungsversprechen dar; ein Behandlungserfolg kann nicht garantiert werden.
 
Urogynäkologische Begleitung
 
Ich begleite Frauen bei funktionellen Beschwerden im urogynäkologischen Bereich. Aus osteopathischer Sicht steht das gesamte Becken sowie die myofasziale Aufhängung der Organe im Fokus. Das Ziel ist es nicht, medizinische Erkrankungen zu behandeln, sondern die körpereigene Regulation und Gewebeelastizität zu unterstützen.
 
Mögliche osteopathische Schwerpunkte bei funktionellen Beschwerden:
 
  • Beckenbodendysfunktionen: Sanfte manuelle Techniken zielen darauf ab, die Balance zwischen Anspannung und Entspannung der Beckenbodenmuskulatur sowie der umliegenden Faszien zu fördern.
  • Druck- oder Fremdkörpergefühl im Becken: Hierbei wird die mechanische Mobilität und Positionierung der Beckenorgane (z. B. bei Senkungsbeschwerden) aus osteopathischer Sicht untersucht, um Spannungen im Halteapparat zu reduzieren.
  • Funktionelle Blasenbeschwerden: Wenn organische Ursachen ärztlich ausgeschlossen wurden, versucht die Osteopathie, die nervale und vaskuläre Versorgung der Blase sowie die Druckverhältnisse im Bauchraum (Zwerchfell-Beckenboden-Achse) zu harmonisieren.
 
Hinweis nach dem Heilmittelwerbegesetz (HWG): Beschwerden im urogynäkologischen Bereich (wie Inkontinenz, Organ-Senkungen oder chronische Blasenentzündungen) erfordern immer eine fachärztliche Abklärung durch einen Gynäkologen oder Urologen. Die Osteopathie ist eine Methode der Komplementärmedizin, deren Wirksamkeit für die genannten Beschwerdebilder wissenschaftlich nicht vollumfänglich bewiesen ist. Ein Heilungs- oder Linderungserfolg kann nicht garantiert werden.


 

OSTEOPATHIE


Für Kinder und Erwachsene


E-Mail: dessi@osteopathie.de • Mobil: 0177 341 35 00

Zehlendorf


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